Zeitzeugenbesuch
„Wrong time, wrong place - Ich bin 1938 in Wien geboren!“
Im Rahmen des Zeitzeugenprogramms des Mauthausen Komitees erhielten alle 7. Klassen, organisiert von Mag. Birgit Gallasch-Langsteiner, Besuch von Zeitzeugen aus dem 2 Weltkrieg. Die 7N, 7RG sowie 7G durfte die Lebensgeschichte von Frau Katja Sturm-Schnabl erfahren – eine Kärntner Slowenin, die während der Zeit des Nationalsozialismus Erfahrung der Ausgrenzung, das schwierige Leben im Lager sowie erschwerte Bedingungen nach der „unerwünschten“ Rückkehr nach Österreich nach dem 2 Weltkrieg erfahren musste.
Die 7S1/7S2 erhielt am Freitag 27.3. 2026 Besuch von Dr. Thomas Lachs und somit die Gelegenheit Geschichte hautnah zu erleben. Für die Schüler*innen sowie Dir. Mag Martin Schrittwieser und Mag. Birgit Gallasch – Langsteiner ein besonderes eindrucksvolles Erlebnis.
Lachs wird im Juli 1938 in eine jüdische Familie geboren, seine beiden Eltern Ernst und Minna Lachs werden im selben Jahr entlassen. Sie fliehen in die Schweiz. Die Großeltern mütterlicherseits schaffen es nach Palästina. "Mein Vater wollte immer seine Eltern, die in Graz gelebt haben, retten. Es ist ihm nicht gelungen", sagt Lachs. Lachs’ Großmutter wird im Konzentrationslager Auschwitz, der Großvater in Theresienstadt ermordet. Von der Schweiz flieht die Familie weiter. Im August 1941 besteigen sie in Spanien die SS Navemar – das Schiff soll jüdische Flüchtlinge nach New York bringen. Mehr als einen Monat dauert die Reise – auf dem überfüllten Schiff herrschen schreckliche hygienische Bedingungen, viele Passagiere erkranken an Typhus. 1947 kehrt Thomas mit seinen Eltern nach Wien zurück. Er lernt Deutsch, besucht ein Gymnasium im 12. Bezirk, studiert später Recht und Volkswirtschaft. Minna Lachs wurde Direktorin eines Mädchengymnasiums und setzte sich für eine Modernisierung des Schulwesens ein. Mit antisemitischen Anfeindungen war die Familie auch nach 1945 häufig konfrontiert.
Nach einem kurzen Vortrag nahm sich Thomas Lachs ausreichend Zeit für Fragen der Schüler:innen. Diese reichten von seinen Fluchterfahrungen, der Zeit des Nationalsozialismus, seiner Rückkehr in das Nachkriegs-Österreich bis hin zur Erinnerungskultur und dem Umgang mit dieser.Seine Ratschläge an die Jugendlichen: Seid wachsam! Seid engagiert in der Politik, denn Demokratie ist lebendig und funktioniert nur, wenn Demokraten aktiv teilnehmen.
Die 7S1/7S2 erhielt am Freitag 27.3. 2026 Besuch von Dr. Thomas Lachs und somit die Gelegenheit Geschichte hautnah zu erleben. Für die Schüler*innen sowie Dir. Mag Martin Schrittwieser und Mag. Birgit Gallasch – Langsteiner ein besonderes eindrucksvolles Erlebnis.
Lachs wird im Juli 1938 in eine jüdische Familie geboren, seine beiden Eltern Ernst und Minna Lachs werden im selben Jahr entlassen. Sie fliehen in die Schweiz. Die Großeltern mütterlicherseits schaffen es nach Palästina. "Mein Vater wollte immer seine Eltern, die in Graz gelebt haben, retten. Es ist ihm nicht gelungen", sagt Lachs. Lachs’ Großmutter wird im Konzentrationslager Auschwitz, der Großvater in Theresienstadt ermordet. Von der Schweiz flieht die Familie weiter. Im August 1941 besteigen sie in Spanien die SS Navemar – das Schiff soll jüdische Flüchtlinge nach New York bringen. Mehr als einen Monat dauert die Reise – auf dem überfüllten Schiff herrschen schreckliche hygienische Bedingungen, viele Passagiere erkranken an Typhus. 1947 kehrt Thomas mit seinen Eltern nach Wien zurück. Er lernt Deutsch, besucht ein Gymnasium im 12. Bezirk, studiert später Recht und Volkswirtschaft. Minna Lachs wurde Direktorin eines Mädchengymnasiums und setzte sich für eine Modernisierung des Schulwesens ein. Mit antisemitischen Anfeindungen war die Familie auch nach 1945 häufig konfrontiert.
Nach einem kurzen Vortrag nahm sich Thomas Lachs ausreichend Zeit für Fragen der Schüler:innen. Diese reichten von seinen Fluchterfahrungen, der Zeit des Nationalsozialismus, seiner Rückkehr in das Nachkriegs-Österreich bis hin zur Erinnerungskultur und dem Umgang mit dieser.Seine Ratschläge an die Jugendlichen: Seid wachsam! Seid engagiert in der Politik, denn Demokratie ist lebendig und funktioniert nur, wenn Demokraten aktiv teilnehmen.